Zeublitz

 

Die Dorfgeschichte von Zeublitz

 

Anfänge und Herkunft des Namens

 

Um 600 sind vom Osten her nach und nach Slawen in unsere Gegend eingewandert, meist Sorben, teilweise auch Tschechen. Die „slawische Ecke“ im heutigen Gemeindegebiet von Altenkunstadt liegt rund um Zeublitz. Als älteste Ortsbezeichnungen sind uns Cibilze (1034), Ciblice (1136). CybiIz (1251) und Zeibelcz (1323) überliefert. Ortsnamenforscher sind sich ziemlich sicher, dass das slawische „cibule“ für „Zwiebel‘ im Ortsnamen von Zeublitz enthalten ist. Auch die Anlage des Dorfes als „slawischer Rundling“ erinnert an sorbische ‘Tradition, wie wir sie heute noch in der Lausitz zwischen Bautzen und Kamenz antreffen können. Ebenso verweisen die Bergnamen Külmitz, Kreibitzen und Kordigast sowie der Ortsname Trebitzmühle auf slawische Namensgebung. Im Verlauf des Mittelalters vermischte sich die slawische mit der fränkischen Bevölkerung.

 

Besitz der Klöster Michelsberg (Benediktiner) und Langheim (Zisterzienser)

 

Aus dem Jahr 1034 ist die erste urkundliche Erwähnung überliefert. Unter den Wohltätern des Klosters Michelsberg in Bamberg werden ein Graf Reginboto und dessen Gemahlin Adela aufgeführt. Diese hatten dem Kloster „zwei Herrschaftsgüter, nämlich Betestat und Cibilze“ vermacht. 1136 gehört das Dorf „Ciblice“ immer noch zum Besitz des Klosters Michelsberg, desgleichen 1251. Über 300 Jahre zählte Zeublitz zum Kloster Michelsberg, ehe es im Jahr 1350 unter Langheimer Einfluss geriet. Am 4. September 1350 bekundet Bischof Friedrich, dass ‚die Gebrüder Eyring Ritter und Theoderich von Redwicz den Zehnt der Neubrüche, gelegen in der Markung des Dorfes Zibels und des Dorfes Stresendorf mit seinen Zugehörungen … andererseits unter sich vertauscht haben und um Bestätigung des Tausches und Incorporierung des Zehntes an das Kloster baten.“ Bischof Friedrich bestätigte den Tausch und schenkte den Zehnt der Neubrüche „für immer“ dem Kloster Langheim. Im ältesten Urbar des Zisterzienser-Klosters wird dies ebenfalls aufgeführt. Außerdem erhielt Langheim um 1530 den ganzen Zehnt in Zeublitz. Diese Rechtsverhältnisse galten bis zum Jahr 1803.

 

Gemeindesitz mit Spiesberg und Trebltzmühle, 1818 - 1972

 

Nach der Eingliederung des Fürstbistums Bamberg in das Kurfürstentum und spätere Königreich Bayern 1802 und der Auflösung des Klosters Langheim 1803 wurde Zeublitz im Jahr 1818 zusammen mit Spiesberg und der Trebitzmühle eine selbstständige politische Gemeinde. Der Gemeindesitz wurde Zeublitz.

1972 wurde die Gemeinde Zeublitz aufgelöst und nach Altenkunstadt, in den alten Pfarrort eingemeindet.

 

Die Zeublitzer Kapelle

 

Patrozinium „Mariä Namen“, 12. September

 

Das Dorf Zeublitz gehört seit seinen Anfängen zur alten Urpfarrei Altenkunstadt. Von der Existenz einer früheren Kirche ist nichts überliefert.

 

04. Januar 1955

Gründung des „Kapellenbauvereins Zeublitz“

1. Vorsitzender wurde der damalige Pfarrer aus Altenkunstadt, Georg Lang

Prozession am Weihetag 1957

Herbst 1956

Richtfest

Die Bauarbeiten wurden von der Hochstadter Firma Löppert nach Plänen von Ing. Dietz aus Bamberg ausgeführt, wobei die Zeublitzer kräftig mit anpackten

02. Juni 1957

Weihe der Kapelle durch Pfarrer Georg Lang. Anwesende Priester waren Pater Georg Köstner SAC aus Burkheim und Kuratus Konrad Kraus aus Weismain.

Von links nach rechts: P. Georg Köstner, Pfr. Georg Lang, Kuratus Konrad Kraus

1960

Bepflanzungen an der Kirchenmauer

Anschaffung eines Messgewandes und eines Messkelches

19. März 1963

Einweihung des neuen Kreuzweges

26. Januar 1972

Beschluss ein elektrisches Geläute anzuschaffen

06. Juni 1982

25-jähriges Jubiläum – Festgottesdienst mit Pfarrer Josef Dechant

Mitte der 90er Jahre

Anschaffung einer gebrauchten Orgel

1999

Komplete Außensanierung

2001

Anschaffung einer Weihnachtskrippe

Seit 2003

Kinder kündigen das Angelus-Gebet während der Kartage mit Klöppern und Raspeln an

2003/04

Innensanierung mit Installation einer Sitzheizung

Zwei Holzfiguren wurden gestiftet: Hl. Herz Jesu und Hl. Josef

2007

50-jähriges Weihejubiläum der Kapelle

2008 Aufwändige Sanierung des Dachstuhls wegen Wurmbefall in Eigeninitiative
2009 Neuinstallation einer energiesparenden Beleuchtung einschließlich Außenbeleuchtung

 

 

Der Altarraum

 

Der Altar

 

Linke Seite der Kapelle mit Kreuzweg und Ehrenmal

Rechte Seite der Kapelle mit Kreuzweg und Mutter Gottes